Unsere Kolumne

Der Ortskundliche Arbeitskreis (OAK)  will mit seiner Kolumne informieren, unterhalten und zum Nachdenken anregen. Mit kurzen Meinungs-Beiträgen hoffen wir dies zu erreichen und freuen uns auf Reaktionen. Wir beginnen mit „Rückblick aus der Zukunft“.

 

Der OAK hat viel Zeit und Energie für die Betrachtung unserer Ortsgeschichte aufgewandt. 

Wir gehen in der Zeit voran, lassen uns von der Phantasie leiten und haben hoffnungsvolle Ideen. 

 

Lassen Sie sich inspirieren und anregen, denn das Klima wird die Zukunft von Erzhausen wesentlich mitbestimmen. Eindrücklich wird dies im Buch des OAK „Erzhausen und die Region mittendrin im Klimawandel?“ von Hans Schmidt dargestellt. Für uns war das der Ausgangspunkt für kleine fiktive Geschichten, wie man sich die Folgen des Klimawandels hier vorstellen könnte. 

 

Unter dem Science-Fiction-Titel „Rückblick aus der Zukunft“ beleuchten wir in der Kolumne unsere örtliche Situation aus weit fortgeschrittener und ganz unterschiedlicher Sicht. 

 

Herzlich Grüße 

Ihre Kolumne-Zukunfts-Redaktion 

Christiane Lucht und Gerhard Kraft

Kolumne 21     MUSEUM-THEMA   08

Fußleisten

(oak/wg) „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ Das Sprichwort mahnt, die Finger von etwas zu lassen, was man nicht versteht. Aber was sind Leisten? Was hat ein Schuster damit zu tun? - Der Leisten ist ein Holzstück, das der Form eines Fußes nachempfunden ist und zum Aufbau eines Schuhs verwendet wird. Während ein Schuster meist nur repariert, versteht ein Schuhmacher (Ausbildungsberuf) mehr davon. Er fertigt die Leisten als Abbild der Fußform seiner Kunden nach Maß an. Sie sind mehrfach verwendbar und werden für künftige Aufträge aufgehoben. Das macht das Museum auch. Unter dem Dach der Schillerschule ist eine komplette Schuhmacherei eingerichtet, in der man die alte Handwerkskunst nachvollziehen kann. Mit allen Werkzeugen und Leisten. Leisten Sie uns und dem Schumacher Lotz in seiner Werkstatt Gesellschaft!

Von damals und vielleicht wieder morgen berichtet euer Ortskundlicher Arbeitskreis

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Kolumne 20     KLIMA-THEMA   13

Stadtpanzer

(oak/wg) Panzerähnliche Stadtautos mit schlechter Klimabilanz verstopfen Straßen und Parkplätze. Sie wurden daher schon ab 2030 doppelt so hoch besteuert wie Kleinwagen. Kraftfahrzeuge werden zudem künftig nach Breite und Länge im öffentlichen Parkraum zur Kasse gebeten. Für Pkw mit Elektroantrieb gibt es Ermäßigungen. Seit ab 2039 für jedes Fahrzeug die GPS-Kennung eingeführt wurde, berechnen die Gemeinden mit Hilfe von KI die Nutzung ihrer Verkehrsflächen. Das funktioniert so ähnlich wie bei der Flugsicherung, wo jeder Flieger mit seiner Nummer auf dem Radar erscheint. Dank hochauflösender Satellitenbilder werden Standort und Parkzeit ermittelt und die Gebühr dafür berechnet. In Erzhausen war kurz nach Einführung zu beobachten, dass die hauseigenen Stellplätze und Hofeinfahrten vermehrt genutzt werden.

Phantasievoller Zukunftsausblick des Ortskundlichen Arbeitskreises

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Kolumne 19     MUSEUM-THEMA   07

Schätze aus dem Dorfmuseum

Hebelgesetz

(oak/wg) Wenn heute einer voll in die Tasten haut, spielt er Klavier und schreibt keine Romane wie Mark Twain. Der behauptete, die erste Person zu sein, die die Schreibmaschine in die Literatur gebracht hätte. Mit einer Remington No. 2. So eine „Berühmtheit“ hat unser Dorfmuseum leider nicht im Fundus, dafür andere historische Modelle, die hin und wieder von Schülern ausprobiert werden dürfen. Die wundern sich, dass auf ihre zarten Computeranschläge nichts passiert. Mit sanftem Touch geht da nämlich nichts. Man muss die Typen hebelgesetzmäßig rein hauen, damit das Farbband einen Abdruck aufs Papier bringt. Das kostet Kraft - wie sie Tausende von Schreibkräften (deshalb hießen sie wohl so!) aufbringen mussten. In unserem Dorfmuseum kann man das mit beherztem Anschlag nachvollziehen.

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Kolumne 18     KLIMA-THEMA   12

Rückblick aus der Zukunft

3 x Umziehen

(oak/wg) Den närrischen Befehlen des Zugmarschalls folgten 2025 Karnevalisten aus Arheilgen, Wixhausen, Gräfenhausen und natürlich aus Erzhausen in Erzhausen. 1. Umzugs-Befehl: Raus aus den Klamotten, rein in die Kostüme! 2. Umzugs-Befehl: Ab durch die Mitte Erzhausens: 2,33 Kilometer lang mit 100 Zugnummern! 3. Umzugs-Befehl: Um die Häuser, in die Kneipen und zu Hause feiern bis zum Kehraus! So schön war das früher. - Wenn wir jetzt die Bilder sehen, wundern wir uns, wie warm die Jecken angezogen waren. Und wie brav es zuging, während andernorts auf den Umzugswagen der Klimawandel heißes Thema war. Jetzt schreiben wir 2075 und die halbnackten Fußtruppen tragen beim Umzug Hot Pants und Tangas wie die Ramba-Samba-Schulen in Rio. Nur mit Sonnenbrand auf dem Rücken. Helau!

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Kolumne 17     MUSEUM - THEMA  06

Schätze aus dem Dorfmuseum

Der Eisenmann

(oak/wg) Er kann laufen, schwimmen und Radfahren. Aber bügeln kann er nicht, der Ironman (Eisenmann). Dabei heißt doch das praktische Haushaltsgerät „Bügeleisen“ bzw. auf englisch nur „iron“. Genau wie die dreiathletische Herausforderung. Da ist der Sportsmann geplättet! Man erkannte schon früh, dass man mit einem heißen Eisen gut Falten ausbügeln kann. Aber wieso „bügeln“? Logisch: Wenn das Eisen heiß ist, kann man es nicht anfassen. Außerdem ist es schwer. Also musste ein Bügel dran, möglichst mit Holzgriff. Die Bügel sind immer noch dran, das Eisen wurde durch Leichtmetall ersetzt und dampfen kann es heute auch noch. Elektrisch. Früher musste man dampfende Kohlen in die Eisenform füllen oder das Eisen auf der Ofenplatte erhitzen. Unser Dorfmuseum lädt gern zum Nachbügeln ein, denn dort haben wir einige heiße Eisen im Feuer!

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Kolumne 16     KLIMA - THEMA   09

Rückblick aus der Zukunft

Gut bedacht

(oak/wg) Beim Wiederaufbau der maroden Heegberghalle im Jahr 2040 wurde die Dachform der Sonne zugeneigt geändert. Es wurde ein Pultdach mit einer optimalen Neigung für Photovoltaik eingeplant, das vollflächig mit Solarpaneelen bestückt wurde. Dank Speichertechnik ist auch abends und nachts eine Fremdversorgung bei Veranstaltungen in der Halle nicht nötig. Der überschüssige Tagesstrom fließt in die Gemeinde. Auch die drei Bauwagen des erweiterten Waldkindergartens profitieren davon. Durch die Neigung des Dachs öffnet sich die luftige Halle auf der höheren Seite nach Norden zum lichten Wald hin. Rauschende Bäume und raschelnde Sträucher sind wie in einer Konzertmuschel wahrzunehmen. Gut so, denn auf den Wald hat man viel zu lange nicht gehört

 

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Kolumne 15     MUSEUM-THEMA   05

 

Schätze aus dem Dorfmuseum

 

 Heilig's Brettle

(oak/wg) Seine Heiligkeit dreht Pillen. Der Scarabaeus sacer (Heiliger Pillendreher) ist ein Käfer aus südlichen Breiten, der seine Hinterlassenschaften zu kleinen Kügelchen dreht und diese zwecks Aufzucht der Nachkommen vergräbt. Wenn auch weniger heilig, so gehörte der Apotheker doch neben dem Pfarrer zu den örtlichen Honoratioren. Auch in Erzhausen. Seine historische Apothekeneinrichtung wurde original im Ortsmuseum aufgebaut. „Pille“ ist die Bezeichnung für die runde Form, und solche Kugeln zu Heilzwecken mussten die Apotheker früher - als es noch keine Pharmaindustrie gab - selber drehen. Im Museum ist ein Pillenbrett zu sehen, mit dem die Heil-Kügelchen gerollt wurden. Angesichts aktueller Lieferengpässe in der globalen Pharmawelt wird mancher „Pillendreher“ sein Brettl wohl wieder hervor holen müssen.

 

 

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Kolumne 14     MUSEUM-THEMA   04

 

Schätze aus dem Dorfmuseum

 

Halbkreis

(oak/wg) Was ist das denn für ein Dampfradio, - das gehört doch ins Museum! Und genau da steht es. In unserem Dorfmuseum sind die alten Röhrengeräte noch zu hören. Sie werden zwar warm, weil die Röhren geheizt werden, aber sie dampfen nicht - wie die Spötter sagen. Mit den Radios und den späteren Fernsehgeräten wurden jedoch die Familien „kleiner“. Wo man sich früher im „Kreis der Familie“ zur Hausmusik oder zum Kartenspielen traf, gab es jetzt nur noch einen Halbkreis. Das soziale Miteinader änderte sich mit den Geräten. Inzwischen blicken die Nutzer der sog. sozialen Medien einsam auf ihre Smartphones und merken nicht, dass hier viel Gemeinschaft verloren geht. Hass, Häme und Falschmeldungen geben den Ton an. Ein gemeinsamer Besuch im Museum der alten Schillerschule kann das Wir-Gefühl wieder herstellen. Das „magische Auge“ schaut zu.

 

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Kolumne 13     MUSEUM-THEMA   03

 

Schätze aus dem Dorfmuseum

 

Am Tresen

(oak/wg) Wo machste hie? - Heut' geh' ich in die Schillerstuben! Unterm Dach in unserem Museum. Mit alten Krügen, Gläsern und Bierflaschen. Da träumst du unter alten Kneipenschildern nostalgische Wirtshausträume und erinnerst dich an die Linde, die Krone, die Eckkneipe, den Italiener und an das erste vegetarische Restaurant, für das Erzhausen in ganz Südhessen berühmt war. In der guten Stube gibt es viele Erinnerungen an Lokalitäten und ehemalige Geschäfte in unserer Gemeinde. Die verschwundenen Orte können Einheimische und Zugezogene in einem Buch des Ortskundlichen Arbeitskreises wieder finden. Leider gibt es nicht mehr viele Tresen und Stammtische, an denen man sich zum gemütlichen Schoppen treffen kann. Da hilft ein Trockenkurs im Museum. Na, dann Prost!

 

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Kolumne 12     KLIMA-THEMA   10

 

KOLUMNE

 

Rückblick aus der Zukunft

 

Kinderfragen

(oak/wg) Heißt das Schneefernerhaus so, weil der Schnee immer ferner liegt? Kommt der Schneehase auch zu Ostern? Arbeiten Bergleute im Eisberg? Ist der Schnee von gestern noch da? Isst ein Eisvogel auch Erdbeereis? Ist ein Schneeball eine Tanzveranstaltung? Friert ein Eisbär? Liefert der Schneemann Tiefkühlkost? Kriegt man in der Eisdiele Eisbeine? Ist Schneeweiß eine Malfarbe? Muss ein Eisbrecher ins Gefängnis? Legt ein Schneehuhn weiße Eier? Ist Eisbeutel ein Schimpfwort? Gibt es in Schmuckläden Schneeketten? Freut sich ein Schneekönig im Sonnenschein? Steht das Eisfach auf dem Stundenplan? Muss man mit Schneewehen ins Krankenhaus? Welche Felder bestellt ein Schneepflug? Bekommt man Eispickel von Stracciatella? - Kinder im Klimawandel: Fragen und Verantwortung!

 

 

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Kolumne 11     KLIMA-THEMA   09

 

Rückblick aus der Zukunft

 

Ausgerutscht

(oak/wg) Es hat sich ausgerutscht. Spätestens seit den letzten zehn warmen Wintern wünscht niemand mehr einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wo sollte man auch rutschen? Es gibt kein Glatteis mehr. Der Klimawandel hat Sand ins Getriebe und auf die Eisbahnen gestreut. Höchstens Kinder können noch auf dem Spielplatz Rutschbahnen runter rutschen. Oder die Wasserrutsche ins warme Nass. Das war's dann. Der neue Gruß zum Jahreswechsel lautet: Guten Schutz im neuen Jahr! Vor Sonnenbrand, UV-Strahlung, Dehydrierung, Hitzschlag und Kreislaufstörungen. - Man hat die stetige Erderwärmung kommen sehen und wollte es nicht wahr haben. Denn was der Mensch selbst produziert, stellt er nicht gern infrage. Weil er die Krone der Schöpfung ist! Bis die Zacken rausbrechen.

 

 

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Kolumne 10     KLIMA

 

Rückblick aus der Zukunft

 

Mummelpreis

(oak/wg) Zu Weihnachten 2060 lädt der Ortskundliche Arbeitskreis wieder zu dem beliebten Kostümwettbewerb „Eingemummelt wie früher“ ins Bürgerhaus ein. Während sich die Besucher in kurzen Hosen am lauen Winterabend mit kühlen Getränken erfrischen, können sich die Teilnehmer „backstage“ umziehen und für das letzte Jahrhundert zurecht machen. Dann der große Gala-Auftritt: Pelzgefütterte Wintermäntel mit passend gestrickten Wollmützen und gehäkelten 2m-Schals flanieren über die Bühne. Wollsocken in Plastik-Moonboots und lange Unterhosen unter der wärmenden Skihose ergänzen das Outfit. Das Nostalgie-Herz wird in einem Langarm-Unterhemd aus Angorawolle und einem Norwegerpullover mit Rentieren gewärmt. Wer in der Weihnachtshitze am meisten schwitzt, gewinnt! Der goldene Mummelpreis ist eine Kiste lauwarmer Glühwein.

 

 

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Kolumne 09 

 

Schätze aus dem Dorfmuseum – Gestern verstehen. Heute entdecken.

 

Bahngeflügel

Erzhausen (oak/wg). Wer wollte in diesen Zeiten der Bahn nicht gern Flügel verleihen? Die Eisenbahner selbst haben das geflügelte Rad als Symbol ihrer Geschwindigkeitsträume erfunden und präsentieren es seit 1835. Entlehnt wurden die Eisenbahnschwingen vom Götterzustelldienst Hermes, dem Zeus persönlich die Flügel an die Schuhe geheftet hat, damit er sich sputet. 1994 trennte sich die Deutsche Bahn von Traditionen und dem geflügelten Symbol. Wer nun darüber nachdenkt, ob gestutzte Flügel zu Verspätungen führen können, liegt wahrscheinlich richtig. Das Flügelrad ziert immer noch weltweit viele Eisenbahnen. Und auch die Uniformen der Bahner - wie sie früher stolz getragen wurden. Eine davon ist im Original in unserem Ortsmuseum zu sehen. Natürlich mit Flügeln! Fliegen Sie mal vorbei!

 

Von damals, heute und (vielleicht wieder) morgen berichtet euer Ortskundlicher Arbeitskreis.

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Kolumne 08

 

Schätze aus dem Dorfmuseum Gestern verstehen. Heute entdecken.

 

Loch an Loch

Erzhausen (oak/wg)  Die Schwerter zu Pflugscharen; die Stahlhelme zu Küchensieben! Ersteres wäre vor dem Krieg besser gewesen. Zweiteres ist die Folge des Mangels nach dem Krieg. Viele Familien hatten gar nichts mehr. Keine Wohnung, kein Hausrat, keine Zuversicht. Man wollte wieder in normale Verhältnisse kommen. Und alle hatten Ideen und den Willen dazu. Das Erzhäuser Museum zeigt dies eindrücklich in seinen Exponaten. Aus Stahlhelmen wurden die Gurte entfernt und Löcher hinein gestanzt - zum Salat waschen oder Nudeln abgießen. Wer hat nicht als Kind immer mal die Löcher in so einem Sieb gezählt? Man kann das immer noch in unserem Dorfmuseum. Und dabei daran denken, was Krieg anrichtet.

 

Von damals, heute und (vielleicht wieder) morgen berichtet euer Ortskundlicher Arbeitskreis.

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Kolumne 07

 

Rückblick aus der Zukunft

Kerbpalme 

 

(wg/oak) Früher sägten freche Frevler aus der Nachbargemeinde den Kerbbaum um und

klauten ihn. Diese Tradition hat sich gewandelt. Heute fragt sich jeder: „Wer hat die

Kokosnuss geklaut?“ Weil die Wälder keine geeigneten Bäume mehr hergeben, sind seit etwa

2054 Palmen die erste Wahl für die Kerb. So wird die hitzige Kerbredd' kühl umwedelt und

manchmal fällt einer der noch sehr rohen Kokosbällchen dem Vadder auf die Birne bzw. Nuss.

Wo der hohle Klang dabei herkommt, ist umstritten und war oft Anlass zu weiteren

Kopfnüssen. Immerhin hatte der harte Fall Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des

Getränkekonsums, denn mit veganer Milch wollte der Kerbvadder nichts mehr zu tun haben.

 

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Kolumne 05

 

Rückblick aus der Zukunft

Bettrennen

 

(oak/wg) Der 57. Heegbachlauf findet im Jahr 2054 wieder im trocken gefallenen Bett des Heegbachs statt und macht damit seinem Namen alle Ehre. Das ehemalige Bachbett wurde als schattiger Erholungsweg ausgebaut. Gelegentliche Überflutungen durch Starkregen werden vom trockenen Uferrand aufgenommen und ins Grundwasser filtriert. Der fast ebene Laufweg beginnt nahe den Bahngleisen bei den Argonnen und endet nach ca. 3 km mit einer Verbindung zur Heegberghalle, wo auch die Siegerehrung stattfindet. Die höher gelegene alte Ufervegetation schützt die Läufer vor Sonnenbrand und ist damit auch für Kinder sehr gut geeignet. Das traditionelle T-Shirt der Kaltduscher trägt die Aufschrift „57. Bettrennen“.

 

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Kolumne 06

 

Rückblick aus der Zukunft

Ausgeliefert

 

(oak/wg) Nach der EU-Verordnung vom August 2040 dürfen Lieferverkehre mit Kraftfahrzeugen nur noch mit Elektroantrieben erfolgen. Das gilt für Pizza genauso wie für Paketdienste und Eismänner. Auch Aldi, Nahkauf und REWE haben ihren bewährten Bringservice in Erzhausen darauf eingestellt. Die Umstellung verläuft für die Kunden kostenneutral, weil die meisten Flotten - wie bei der Post - sowieso schon umweltfreundliche E-Fahrzeuge nutzen. Seit Ende der kostenlosen Paketrücknahme haben die klimaschädlichen Retouren zudem stark abgenommen und die Umwelt entlastet. Billigimporten mit ungeprüften und teils gefährlichen Produkten wurde vom Zollamt ein Riegel vorgeschoben. Das ist Umwelt- und Verbraucherschutz!

 

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Kolumne 04

 

Rückblick aus der Zukunft

Nachbrenner

 

(oak/wg) Der Brenner stand bei der Alpenüberquerung nach Italien stets für „Süden, Sommer, Sonnenschein“. Inzwischen nehmen Urlauber den „Brenner“ wörtlich und verzichten auf die heiße Südroute. Die ökologischen Fußabdrücke der deutschen Urlauber werden kleiner, weil man gern im eigenen Land bleibt. „Bade in Germany“, z. B. in der warmen Nordsee oder in der sonnigen Ostsee! List statt Lido, Malente statt Malle. Die Deutsche Bahn bietet preiswerte Ferien-Familien-Tickets an. Der Inlandstourismus blüht auf. Südländer und Engländer kommen jetzt gern zu uns, weil es am Mittelmeer zu heiß geworden ist. Bei uns kann man es aushalten. Mit Spätzle statt Spaghetti und Krabben statt Calamares.

 

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Rückblick aus der Zukunft

Kolumne 02

 

Rückblick aus der Zukunft

Nulltarif

 

(oak/wg) Aus Kostengründen ist es schon lange unattraktiv, selbst noch Auto zu fahren. Die Städte erheben Maut und horrende Parkgebühren. Daher gibt es seit 2030 bei uns parallele Fahrradstraßen zur Bahnstraße, die sowohl von schnelleren als auch Senioren-Elektrorädern benutzt werden können. Damit ist eine gute Anbindung zur S-Bahn, die ab 2035 im 10-Minuten-Takt fährt, gegeben. Der durchgehende Radschnellweg von den Alpen ans Meer wird für die Pendler in Richtung Darmstadt und Frankfurt durch die 2040 erweiterte Unterführung bequem erreicht. Über geschlossene Schranken beschwert sich niemand mehr, da der Individualverkehr nur noch einen minimalen Anteil hat. Auch deshalb, weil im ÖPNV seit Jahren der Nulltarif gilt.

 

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Kolumne 01

 

Kolumne 03

 

Rückblick aus der Zukunft

Cooler Gang

 

(oak/wg) Die kühle Eintrittskarte nach Erzhausen ist das Rondell vorm Bahnhof mit den mächtigen schattigen Bäumen. Hier lädt ein After-Work-Drink zum Verweilen ein. Seit 2040 geht es vom Rondell aus weiter unter einem breiten Laubengang in Richtung „Unnerdorf“. Die kühle Fußgängerpassage erstreckt sich 800 Meter entlang der Bahnstraße bis zum Hessenplatz. Der dort 2030 angepflanzte Weidendom spendet nun - einige Jahre später - wohligen Schatten und ist Treffpunkt zum Klönen und Feiern. Die Konstruktion entlang des Gehwegs besteht aus natürlichen Baustoffen mit heimischen Pflanzen und schützt mit dichtem Blattwerk vor der Sonne. Mehrere Trinkbrunnen bieten Erfrischung an den heißen Tagen.

 

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